Alles über die Duftnote Lavendel in Nischenparfums – Herkunft, Duftcharakter, Verwendung und die besten Düfte.

Lavendel (Lavandula angustifolia) ist der meistverwendete aromatische Duftstoff der Parfümerie – und trotzdem einer der am häufigsten missverstandenen. Das ätherische Öl aus den Blütenähren des echten Lavendels stammt hauptsächlich aus der Provence in Frankreich sowie aus Bulgarien und England. Lavendel enthält Linalool und Linalylacetat als Hauptkomponenten, die zusammen den charakteristischen frisch-blumigen, leicht kampferartigen Duft erzeugen.

Lavendel-Varietäten in der Parfümerie

Echter Lavendel, Lavandin (Hybride) und Spike-Lavendel haben unterschiedliche Duftprofile: Echter Lavendel ist am feinsten und teuersten – komplex, leicht honigartig. Lavandin ist herb und frisch, günstiger und häufiger in Massenmarkt-Düften. Spike-Lavendel ist intensiv-medizinisch und wird selten in der Feinparfümerie eingesetzt. In der Nischenparfümerie wird fast ausschließlich echter Provençal-Lavendel oder bulgarischer Lavendel verwendet.

Lavendel in der Nischenparfümerie

Lavendel ist das Herzstück des klassischen Fougère-Akkords (Lavendel + Eichenmoos + Cumarin). In moderneren Kompositionen findet er sich in holzigen Düften wie als aromatischer Akzent in Initio Oud for Greatness oder als herbale Balance in Xerjoff Naxos, wo er den süßen Honig-Akkord erdet.

Ist echter Lavendel in Parfums besser als synthetischer?

Echtes Lavendelöl hat eine Komplexität von über 150 natürlichen Aromaverbindungen, die synthetische Alternativen nicht vollständig replizieren können. Es riecht runder, natürlicher und vielschichtiger. Allerdings ist Lavendel auch preislich stark geschwankt – schlechte Ernten in der Provence haben zu Engpässen geführt. Viele Parfumeure kombinieren daher naturidentische Lavendel-Moleküle mit natürlichen Extrakten.

Mehr Holzige Düfte

Lavendel ist eine der wichtigsten aromatischen Noten der Holzigen Düfte und klassischer Fougère-Kompositionen.